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Stuttgarter Nachrichten, 22.03.2008

Artikel aus den
Stuttgarter Nachrichten
vom 22. April 2008

Killesbergbahn jetzt mit festen Fahrzeiten

Zugsaison im Höhenpark eröffnet – Unterstützung von den Profis der SSB

Die Kleinbahn im Höhenpark Killesberg ist am Donnerstag in die neue Saison gestartet. Ein verbindlicher Fahrplan sowie ein umfangreiches Werbekonzept sollen den beliebten Miniaturzug in diesem Jahr noch erfolgreicher machen.

Von Ira Knabbe

Obwohl Schnee vom Himmel fällt, rollt die historische Kleinbahn am Donnerstag aus ihrem Bahnhof im Killesbergpark. Die bunteren Wagen sind nicht das Einzige, was neu ist: Nun gibt es auch einen Fahrplan mit festen Abfahrtzeiten. “Viele Besucher haben bemängelt, dass man lange warten musste, wenn der Zug nicht ganz voll war”, sagt Werner Koch, Leiter des Garten-, Friedhofs- und Forstamtes. Seit letztem Jahr betreibt sein Amt die Kleinbahn, unterstützt von den Stuttgarter Straßenbahnen (SSB). Besonders über diese Kooperation freut sich Bernd Nusch, Vorstandsmitglied des Fördervereins der Kleinbahn: “Mit der SSB haben wir Experten in Sachen Bahn an unserer Seite. Das ist vor allem bei Reparaturen und Wartungsarbeiten klasse.”

2007 ließen sich über 100 000 Besucher auf der rund zwei Kilometer langen Strecke durch den Park chauffieren. Das sind über 30 000 Fahrgäste mehr als in den Jahren davor. Durch die Fahrkarten kann das Amt rund 70 Prozent der Kosten decken. Aber Werner Koch fände es “natürlich besonders toll, wenn sich die Bahn selbst tragen würde”. Damit das klappt, sollen das Zügle noch bekannter werden. Daher werben die SSB bald auf Stadtbahnen und Infobildschirmen in den Haltestellen für die Kleinbahn. Grund zur Werbung gibt es genug, denn bald bietet der Zug, der jetzt wieder bis Oktober schnauft, noch mehr als bisher: Eine zweite Haltestelle an den Seeterrassen sowie Lautsprecheranlagen mit Infotexten in den Waggons sind geplant.

So rosig sah es nicht immer aus. 1994 sollte die Bahn von der damaligen Messe verkauft werden. Doch im letzten Moment gründete sich der Förderverein, und die Bahn wurde unter Denkmalschutz gestellt. So blieb sie erhalten. Glücklicherweise, wie Bernd Nusch findet, denn “Stuttgart ist ohne Killesbergpark eigentlich nicht denkbar. Der Park ohne die Kleinbahn aber auch nicht.”

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