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Rückblick auf das Jahr 2004

Vereinsvorstand als Lokführer

Einmal im Jahr läßt es sich der Vorstand des Fördervereins der Killesberg-Kleinbahn nicht nehmen, selbst auf der Dampflok Platz zunehmen. Unter Anleitung von Cheflokführer Ronny Rüchel erhielten die Vorstände Bernd Nusch und Uwe Brodbeck am 10.06.04 Einweisung in die Dampftechnik und drehten mit dem Tazzelwurm mehrere Runden im Höhenpark.

 

Bernd Nusch (links) und Ronny Rüchel beim Aufrüsten der Lok

 

Vorstand Bernd Nusch (li) und Lokführer Ronny Rüchel auf der Lok

 

Bernd Nusch beim abschmieren der Treibstangen

 

Tazzelwurm schnauft aus dem Bahnhof

 

Uwe Bodbeck (li) am Regler an der Blumenwiese

 

Vorsitzender Uwe Brodbeck (li) und Vorstand Rudolf Christ im Fachgespräch

Gleisbau Frühjahr 2004

Bevor die Saison 2004 starten konnte, muste an einigen Stellen der Gleiskörper durchgearbeitet werden. Die größte Baumassnahme war hinter dem grossen Spielplatz an der Kurve zum Freibad. Hier wurde auf ca. 80 m der komplette Gleisbereich (Gleis, Schwellen, Schotter) neu erstellt und ein Bahnübergang erneuert.

Saisonstart 2004

Tazzelwurm mit Volldampf in die neue Saison 05.04.04

Zur 54. Saison drehen die Loks auf dem Killesberg ihre Runden /
Messe Stuttgart erwartet 90.000 Passagiere

Wenn in Kürze wieder Rauchzeichen über dem Killesberg aufsteigen, ist dies nicht nur für die Bewohner des Stuttgarter Nordens ein Signal, das nur allzu verständlich ist: Die Killesberg-Kleinbahn eröffnet ihre 54. Saison. Am Karfreitag, 9. April, geht’s los und bis einschließlich Sonntag, 3. Oktober, wird im Park wieder mächtig Dampf gemacht. Falls es erneut einen Goldenen Oktober geben sollte, verlängert sich die Kleinbahnsaison um weitere 14 Tage.

Im vergangenen Jahr ließen sich nach Auskunft von Gerald Bartl, Chef der Technikabteilung bei der Stuttgarter Messe, mehr als 90.000 Passagiere auf dem 2,3 Kilometer langen Rundkurs durch den Höhenpark chauffieren. Trotz des extrem heißen Sommers waren dies knapp drei Prozent mehr als im Vorjahr (87.500). Diese Zahl will man, falls Petrus mitspielt, in diesem Jahr wieder erreichen.

Den Winter hat die Mannschaft um Lokführer Ronny Rüchel dazu genutzt, die vier denkmalgeschützten Museumsbahnen zu zerlegen, zu überprüfen und auf Vordermann zu bringen. ”Die Kessel der Dampfloks mussten diesmal nicht zur Generalinspektion ins thüringische Meiningen geschickt werden”, berichtet Rüchel, ”dafür haben wir für die Dampflok ;Springerle’ Achsen mit neuen Radreifen bestellt. Zur Endmontage fehlen derzeit nur noch die Achsfedern, die hoffentlich in Kürze kommen.” Damit die Kessel (Fassungsvermögen 700 Liter plus Tender mit 1000 Liter) zur Schonung mit ”weichem” Wasser aufgefüllt werden können, war 2002 eine feste Wasseraufbereitungsanlage im Depot installiert worden. Zudem verfügt Rüchel über eine mobile Anlage, die in einem Transportwagen zum Kleinbahnhof gefahren wird. Diese ”Sauerstoff-Impfanlage” hat sich bestens bewährt, ”wir haben bei den Wartungsarbeiten im Winter deutlich weniger Korrosion an und in den Kesseln festgestellt”.

Zum Saisonauftakt am kommenden Freitag stehen somit zumindest drei der vier Kleinbahnen zur Verfügung. Unter der Woche und (falls nötig) sonntags sind die robusten Dieselloks im Einsatz, während die beiden jetzt 54-jährigen Dampfeisenbahnen am Wochenende und feiertags im Killesberg-Park ihre Runden drehen.

Die Kleinbahnen sind übrigens filmreif: Die Arbeit der Monteure in der Werkstatt, die TÜV-Abnahme der Züge und 14 Wagen sowie der Fahrbetrieb im Sommer wurde auf vielfachen Wunsch auf Video aufgenommen. Die Kassette für Kleinbahn-Liebhaber ohne Anspruch auf Hollywood-Qualität (Preis zehn Euro) wird über den Förderverein der Kleinbahn zum Beispiel bei der Modellbahn-Messe im Herbst vertrieben und kann auf der privaten Homepage von Torsten Brecht www.killesberg-kleinbahn.de oder direkt bei der Lok-Besatzung angefordert werden.

Zudem hat der Förderverein um Bernd Nusch und Uwe Brodbeck vor zwei Jahren einen der Personenwagen behindertengerecht umbauen lassen, damit auch Rollstuhlfahrer das Panorama des Parks vom fahrenden Zug aus genießen können. Laut Rüchel wurde der umgebaute Wagen gut angenommen – ”etwa 80 bis 100 Rollstuhlfahrer waren in der vergangenen Saison mit an Bord” – und hatte viel Lob erhalten. Ob ein zweiter behindertengerechter Wagen vom Förderverein angeschafft wird, ist derzeit noch offen.

Voraussichtlich eine Woche im Mai müssen die Kleinbahnfreunde auf ihr Vergnügen verzichten. Während der Intervitis/Interfructa, internationale Technologiemesse für Wein, Obst und Fruchtsaft, zwischen dem 10. und 17. Mai wird das Freigelände im Killesberg-Park durch Maschinen und Spezialfahrzeuge belegt sein, so dass der Bahnverkehr in dieser Zeit ruht.

Herausgeber:
Axel Recht, Pressesprecher Messe Stuttgart

Mit rasanter Fahrt hinaus aus dem Bahnhof  05.04.04

Tazzelwurm eilt den Höhenweg entlang 05.04.04

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